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Gus Ring – Hypnoseas

 

Gefangen zwischen Gitarren, Grunch, Melancholie strebt das 2. Album von Gus Ring zu höherem.

Ob auf einem Hippie Festival oder am Lagerfeuer entfacht es seine Wirkung durch die wundervolle Gitarrenbegleitung.

10 Songs die nie nervig oder langweilig werden. Sowohl Stimme als auch Instrumente sind immer neu arrangiert, nicht wie bei Scheiben, die einem suggerieren, die CD bestehe nur aus einem Song.

Fühlt man sich bei „swim“, „Hypnoseas“ und “Heart beat wild“ eher in die Grunchzeit um Kurt Cobain zurückversetzt, kommt man bei Stücken wie „Rainbow blood“ eher in den Genuss der Beatles/Stones Gefühle. Auch Britpop a la „Coldplay“ bedient Gus mit „Chameleon“ oder „The greatest man on earth“

Und immer wieder hat man das Gefühl, der Künstler zerfließt in Selbstmitleid, reisst den Hörer mit … In den Melodien Gefangen … dreckig und doch so straight .. Taschentücher bei „Introvertigo“

Das Duett „Armor“ fällt komplett aus dem Flow der Platte, wirkt aber trotzdem sehr erfrischend und als Abschluss eine melodramatische Melodie, die den Abschied ankündigt. Ohne wenn und aber ! Wie aus einer Lovestory ohne Happy-end .. jeden Moment erwartete ich einen zu Tränen gerührten Gesang, der allerdings ausblieb. Ein Kontrast zum restlichen Album.

 

Ich wünsche mir eine kleine Clubtour. In kleinem Rahmen, Wohnzimmerkonzerte. Und irgendwann … dann kommen auch die großen Bühnen

 

Alles in allem sehr gelungen, schwankend zwischen Mainstream und Avantgarde 

Gus Ring - Hypnoseas